WWDC 2016: Alles für die Entwickler – Alles für die Nutzer

(Bild: Screenshot Homepage Apple)

 

Ohne Entwickler geht nichts – aber der Anwender und das Nutzererlebnis muss im Mittelpunkt stehen

Das ist das Credo der diesjährigen Apple Entwicklerkonferenz und die Botschaft dahinter ist klar. Apple will seine führende Rolle hinsichtlich der leichten und sicheren Bedienung von modernen IT-Geräten nicht nur behaupten, sondern deutlich ausbauen.

(Bild: Screenshot Homepage Apple)
(Bild: Screenshot Homepage Apple)

Dazu wurden nun viele der in den letzten Monaten aufkommenden Wünsche seitens der Entwicklergemeinde umgesetzt. Die jetzt von Apple vorgestellten neuen Versionen der Betriebssysteme – vom Desktop bis zur Uhr – bereiten dazu den Boden für neue Möglichkeiten der Interaktion und Interoperabilität zwischen Programmen und natürlich den einzelnen Apple-Geräten selber! Darüber hinaus werden mit dieser „Öffnung“ gezielt Hersteller von Autos oder auch Komponenten der Heimautomation adressiert. Gerade der letzte Schritt bietet unglaublich tolle Möglichkeiten.

Wer den Markt der Heimautomation oder auch Gebäudesteuerung in den letzten Jahren verfolgt hat, weiß dass die Industrie sich mit der Einigung auf herstellerübergreifende Standards schwer tut. Das ist ähnlich wie mit den 25 Fernbedienungen für Fernsehen, DVD-Player und Hifi-Anlage. So wie ich es verstehe, bietet Apple letztendlich eine Plattform (Schnittstellen) an, über dem alle Geräte entsprechend eingebunden werden können. Apple revolutioniert nicht zum ersten Mal einen „verstockten“ Markt – und tut es aus Sicht der Anwenders hoffentlich auch nicht das letzte Mal…

Apple hat an der Stelle klar den Vorteil ein funktionierendes Öko-System zu haben, das zu recht das Vertrauen der Benutzer’innen darin hat, dass die Bedienung praxistauglich bleibt und nicht zu kryptischen Programmieraufwand wird, nur um z.B. alle Rollläden eines Gebäudes auf Knopfdruck oder per Sprachbefehl runterfahren zu lassen…

Jeder kann programmieren
(Bild: Screenshot Homepage Apple)
(Bild: Screenshot Homepage Apple)

Neben der grundsätzlichen Weiterentwicklung der Programmiersprache SWIFT macht Apple es ernst und veröffentlicht speziell zum Erlernen des Programmierens eine spezielle Entwicklungssoftware für Kinder, bzw.  auch für alle potenziellen Neueinsteiger: SWIFT Playground

Aus meiner Sicht die wichtigsten Vorstellungen von Apple. Es ist mehr als überfällig, dass Kinder eigentlich bereits in den Schulen mit dem Programmieren in Berührung kommen. Genauso, wie es Englisch in den Grundschulen gibt, sollte es auch ein IT-Unterrichtsfach geben. Unabhängig davon hat Apple mit SWIFT Playground etwas geschaffen, um den Einstieg ins Programmieren zu erleichtern. Die Software wird kostenfrei zur Verfügung gestellt. Auch wenn ich kein Kind mehr bin, aber ich freue mich sehr auf die App und werde sie ausgiebig testen und von meinen Töchtern (10 Jahre) testen lassen.

Eine Keynote mit Meilensteincharakter
(Bild: Screenshot Homepage Apple)
(Bild: Screenshot Homepage Apple)

Die heutige Vorstellung war aus meiner Sicht einer der besten Keynotes der letzten drei Jahre, die nicht nur dem „Featurismus“ huldigt, sondern klar die Perspektive der Anwender und der Anwendungen fokussiert hat.

Apple hat über die letzten Jahren mit den vier Gerätegattungen Mac, iPhone/iPad, AppleTV und AppleWatch vier Säulen aufgebaut, die nun anfangen das tragende Fundament für ein Gesamtkonzept zu bilden. Mit diesem Gesamtkonzept wird nicht nur der gesamte Arbeits- und Lebensbereich von einzelnen Menschen aber auch Gruppen angesprochen, sondern es stellt in seiner Gesamtheit ein absolutes Alleinstellungsmerkmal dar.

Eine interessante neue Funktion der Apple Watch ist das SOS-Notsignal. Hier kann ein Hilferuf abgesetzt werden – ob nun wegen eines Unfalls oder auch einer gefährlichen Situation.

Weiter Details zu den Neuerungen
macOS
– iOS
– watchOS
– Swift Playgrounds

Video zur Entwicklerkonferenz anschauen

 

Privatsphäre und Datenschutz als Markenkern

Apple positioniert sich klar zum Datenschutz und zur Wahrung der Privatsphäre. Alle Dienste und der benötigte Datenaustausch sind in allen Geräten Ende-zu-Ende-Verschüsselt. Persönliche Daten, z.B. in Bezug auf Gesichtserkennung bei Fotos verbleiben entweder auf den Geräten oder liegen nur verschlüsselt auf den Servern. Dieses Bekenntnis, bzw. die technische Umsetzung zum Schutz von persönlichen Informationen oder eben auch Betriebsdaten bedingt sich einfach auf Grund der hohen Verknüpfung von Diensten und Geräten. Apple hat mit seiner Auseinandersetzung mit der NSA bereits gezeigt, dass Datenschutz und Privatsphäre eine Menschenrecht darstellt. Apple übernimmt mit dieser Strategie auch eine klare Vorbildfunktion für die gesamte Branche.

macOS / iOS / tvOS / watchOS – Öffentliche Beta-Version ab July verfügbar
(Bild: Screenshot Homepage Apple)
(Bild: Screenshot Homepage Apple)

Auf der amerikanischen Homepage werden die neuen Versionen bereits entsprechend promoted. Nach dieser Keynote bin ich mehr als gespannt auf die kommenden Betriebssystemversionen. Leider werden einige ältere Geräte wohl nicht mehr unterstützt werden. So fallen wahrscheinlich iPhone-4 Generationen oder auch Mac von vor 2009 durchs Raster. Die genaue Liste der unterstützten Geräte ist aber noch nicht offiziell.

Da ich mich zum Beta-Programm angemeldet habe werde ich mir die neun Funktionen als bald möglich anschauen und sukzessive hier im Blog über meine Erfahrungen berichten.

Wie gesagt, mich hat speziell die Lernumgebung für künftige Entwickler „Swift Playgrounds“ angesprochen. Wr weiß, evtl. biete ich hierzu selber Schulungen an – für Kinder und junggebliebene Erwachsene 🙂
Stay tuned…


 

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