Gedanken zu einem virtuellen Coworking Space

Von einem lieben Menschen aus der Coworking OWL Community erhielt ich die Anregung neben einem Coworking Space auch einen virtuellen Coworking Space mit zu berücksichtigen.
Als unser Büro damals aufgelöst wurde (ein Kollege ging nach Hamburg und ich für ein Jahr nach Koblenz) haben wir an der Idee festgehalten und die Kreative Breite als einen „virtuellen Coworking Space“ bezeichnet. Das hat allerdings nicht geklappt und wir (zumindest ich) haben auch nicht so recht daran geglaubt, zumal wir in der Zeit andere Aufgaben als die der Selbständigkeit hatten. Weitere Hintergründe zur Entstehung der Kreativen Breite gibt’s in meinem anderen Blog.
Aber jetzt sieht das ganze etwas anders aus. Ich glaube nicht, dass wir es schaffen können einen rein virtuellen Space zu gründen und zu halten. Das ist auch nicht das primäre Ziel. Aber wenn wir es wirklich schaffen einen ortsgebundenen Space zu schaffen wäre es aus jetziger Sicht sinnvoll den virtuellen Space mit zu berücksichtigen. Das Problem bei der Telearbeit: aus den Augen, aus dem Sinn. Man braucht Erfahrung und gute Kenntnis der anderen sowie häufigere Telefonate als üblich. Das kann geschult und trainiert werden.
Ich biete neuerdings ja Webinare an. Wie wäre es einmal im Monat ein virtuelles Meeting abzuhalten wo wir uns alle „synchronisieren“ können? Dazu bieten wir regelmäßige Webinare aus den eigenen Reihen an mit Themen, die für Coworker und Interessierte der Region interessant sind.
Ich weiß, die anderen, „etablierten“ Spaces wie das Denkwerk in Herford machen das vor Ort. Aber diese Technik kann gerade das virtuelle Coworking beleben. Das bedeutet aber auch dass man aktiv mitarbeitet und sich nicht nur berieseln lässt. Ob da genügend Leute die Zeit dazu haben?
Ich merke während des Schreibens, dass ich gern auch „näher“ an „meinen“ Coworkern und Interessierten dran wäre, an der Coworking OWL Community. Gerne würde ich unseren Slack Workspace (Anmeldung erforderlich) wieder aufleben lassen, der allerdings nie richtig zum Einsatz kam.
Ja, wir haben GROSSES vor 😉

Ein Gedanke zu „Gedanken zu einem virtuellen Coworking Space“

  1. Hallo lieber Klaus.

    Nichts ist so beständig wie die Veränderung – wer, wenn nicht wir sollte das beurteilen können 🙂
    Und wie Du schreibst, ist es in der Tat schwierig einen „virtuellen“ Coworking Space aufrecht zu erhalten. Doch auch ein ganz realer Coworking-Space ist nicht automatisch funktional und „existent“, nur weil man mit den Leuten in einem Raum sitzen kann.

    Unabhängig vom Kapital und einer passenden Raum-Ressource – ein echter Coworking-Space, so wie wir ihn eigentlich gemäß dem Leitgedanken „Einer für Alle, Alle für Einen“ ausgemalt/ausgedacht hatten, ob reell oder virtuell, steht und fällt mit den Leuten!

    Die Chemie muss stimmen, die Ideale und Visionen müssen auf einer Wellenlinie liegen, ansonsten funktioniert es einfach nicht. Oder man gibt sich damit zufrieden nur ein ausgestattetes Büro mit anderen zu teilen. Das ist aber nichts anderes als ein klassisches Gemeinschaftsbüro und mehr nicht. Auch wenn man es 1000x mit neumodischen Worten „umschreibt“. Das ist aber nie die Definition von Coworking gewesen wie wir sie verstanden hatten, bzw. leben wollten. Das immer wieder viel zitierte Denkwerk ist letztlich eben auch nur ein Treffpunkt für viele Individuen, eine Begegnungsstätte in der man evtl. mit unterschiedlichen Leuten Projekte realisieren kann, aber letztlich dann doch ein Einzelkämpfer bleibt. Ansonsten hat sich dort in den Räumlichkeiten mehr der Habitus eines Bürohauses mit offener Kantine etabliert – das ist jedenfalls mein subjektiver Eindruck.

    Aber zurück zum Thema Coworking als solches. Wenn Du dich erinnerst haben wir uns viel Gedanken darüber gemacht, wie und womit man denn als Coworking-Team so kommuniziert. Neben den diversen Tools für kollaboratives arbeiten, haben wir auch immer wieder über entsprechende Team-Konventionen gesprochen, die ganz unabhängig von Tools vorhanden sein sollten… und ehrlicherweise sind wir auch schon in unserem Dreier-Team daran gescheitert – zu mindestens nach meinen Dafürhalten, weil wir diese Thematik nicht konsequent verfolgt haben. Nicht zu Letzt aber auch wegen dem Tagesgeschäft, denn irgendwo her muss auch das Geld kommen.

    Ich habe mittlerweile sehr viele unterschiedliche Firmen kennengelernt, ob aus den Bereichen der Elektrotechnik, Maschinenbau, Büro, Agenturen, etc.- das größte und schwierigste Problem aller „Arbeitsumgebungen“ und deren betroffenen Personen ist die Kommunikation! Und vor diesen Herausforderung steht auch ein Coworking-Team, was erschwerend nicht mal eine konkrete „Leitungsebene“ hat.
    Und wenn man hier nicht von Anfang an klare Regeln oder Abstimmungen trifft, sprich die Basis einer verbindlichen Kommunikations-und Koordinationskultur definiert/vorgibt, dann wird es auf Dauer nicht funktionieren – egal, ob reell oder virtuell.
    Der zweite wichtige Punkt ist die Disziplin und Verbindlichkeit des Teams/der Einzelnen ggü. internen und externen Partnern. Wenn diese zwei Faktoren nicht stimmen und nicht funktionieren, bzw. nicht von allen Beteiligten im gleichen Maßen verstanden/übernommen wurden, dann funktioniert „das Coworking“ ebenfalls nicht und dann wird es halt nur ein Gemeinschaftsbüro werden und bleiben.

    Ich hoffe, ich kann mal bei einem der kommenden Treffen dabei sein und bin sehr gespannt welche Ideen und Perspektiven sich so bis jetzt ergeben haben, um die Idee (unsere Idee) eines echten, authentischen Coworking-Spaces aufbauen zu können.

    Viele Grüße
    Andreas.

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